PRODUKTIVITÄT STEIGERN OHNE ZUSÄTZLICHES PERSONAL
Ein japanischer Hersteller von Druckluftarmaturen fertigt rund 3.000 verschiedene Produkte, von Standardarmaturen über Hochdrucklösungen
bis hin zu Ventilen für Spezialanwendungen. Monatlich entstehen so etwa 100 unterschiedliche Artikel – insgesamt rund 30.000 Bauteile. Dabei arbeitet das Unternehmen bewusst nach dem Prinzip „hohe Vielfalt bei kleinen Stückzahlen“. Seit vielen Jahren ist die Produktion stark auf Automatisierung ausgerichtet. Besonders charakteristisch ist der 24-Stunden Betrieb ohne Schichtsystem, der mit nur wenig Personal eine beeindruckende Produktivität ermöglicht. Doch trotz aller Fortschritte blieb eine Aufgabe lange Zeit ein Engpass: die Kennzeichnung der Bauteile.
PRODUKTIVITÄT STEIGERN OHNE ZUSÄTZLICHES PERSONAL
Bis vor wenigen Jahren mussten Teilenummern, Chargenkennzeichnungen und OEM-Namen noch aufwendig manuell gestanzt werden. Für die Bediener bedeutete das: Teil einlegen, ausrichten, mit Hebel und Stempel prägen – und das teils für 1.200 bis 1.300 Teile am Tag. Ein Mitarbeiter erinnert sich: „Es war extrem ineffizient; manchmal verbrachte man vier Stunden am Stück nur mit Stempeln.“ Eine Alternative schien zunächst die Lasergravur zu sein, doch diese erwies sich als zu zeitintensiv und umständlich im Handling. Die Suche nach einer besseren Lösung führte das Unternehmen schließlich zu den Markierungswerkzeugen von Hommel+Keller, die über den Werkzeughandelspartner Noah in Japan eingeführt wurden.

Die Lösung: Markieren direkt in der Drehmaschine
Die Markierungswerkzeuge basieren auf einem einfachen, aber genialen Prinzip: Eine Schriftrolle überträgt die gewünschten Zeichen durch Mitdrehen direkt auf das Werkstück. Das Entscheidende: Das Werkzeug kann wie jedes andere Werkzeug in den Revolver oder Halter der Drehmaschine integriert werden. Dadurch wird das Bauteil bereits während der Bearbeitung vertieft geprägt – ohne Umspannen, ohne zusätzliche Arbeitsschritte. „Es war revolutionär, dass die Teile fertig markiert aus der Drehmaschine kamen“, beschreibt der Produktionsleiter die Einführung. Statt manueller Nacharbeit oder separater Prozesse erledigt sich die Textprägung nun vollautomatisch im Durchlauf.
EFFIZIENZ, DIE RAUM FÜR WACHSTUM SCHAFFT
Die Umstellung brachte gleich mehrere Vorteile:
• Deutliche Effizienzsteigerung durch Wegfall manueller Stanzprozesse
• Produktivitätsgewinn, da Bediener mehrere Maschinen gleichzeitig
betreuen können
• Prozesssicherheit, weil Bearbeitung und Prägung in einem Schritt erfolgen
• Langlebige Markierung auf dem Werkstück
Das Ergebnis:
Bediener haben die Hände frei, Maschinenkapazitäten lassen sich leichter erweitern
und das Unternehmen konnte seine Produktion spürbar skalieren –
ohne zusätzliches Personal
Blick nach vorn
Heute verfügt der Hersteller bereits über mehr als 20 verschiedene Schriftrollen im Einsatz und plant, die Anwendung auf Produkte mit hohen Stückzahlen weiter auszuweiten. Auch der Markiervorgang auf ebenen Flächen statt nur auf zylindrischen Bauteilen wird getestet. Angesichts des Fachkräftemangels ist das Ziel klar:
Ineffiziente Aufgaben weiter eliminieren und eine Produktion gestalten, die mit weniger Personal noch höhere Leistung erzielt. Mit den Markierungswerkzeugen von Hommel+Keller ist es möglich, solche Effizienzpotenziale in der Fertigung zu realisieren und Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Produktivität nachhaltig zu steigern.

